Saturday, November 19, 2011

Good old Germany

Es ist nun schon wieder ein ganzes Jahr her seit dem ich meine Familie und Freunde in Deutschland besucht habe - es ist also mal wieder an der Zeit in die alte Heimat zu fliegen. Ein bisschen komisch ist es schon, weil es ist das erste Mal, dass ich wieder da bin und Dino ist nicht mehr da :-( Am 13. Oktober ist es also soweit! Um 10 Uhr verlasse ich meinen Arbeitsplatz und fahre nach Hause um mich von meinen beiden Maedels zu verabschieden und danach fahren Schumi und ich nach Atlanta. Der Flug ist der Horror, genau hinter mir sitzt eine Familie mit einem Baby, welches ununterbrochen bruellt und zudem auch noch in regelmaessigen Abstaenden an meiner Sitzlehne ruettelt - quasi immer dann, wenn ich grad so am einschlafen war! NERV! Dementsprechend muede kam ich auch in Deutschland an. In meiner Wohnung hat mich erstmal ein Rosenstrauss erwartet, das ist schoen. Mami und Papi haben den fuer mich gekauft. Ich war dieses Mal so muede, dass ich zum ersten Mal ein Nickerchen am Nachmittag gemacht habe, aber das hat sich in der ersten Nacht gleich geraecht, da konnte ich dann naemlich nicht mehr schlafen. Freitag abend ging dann im Tauchsportzentrum Stuttgart bei Volker der IDC los. Mein erster IDC als Staff Instructor. Eigentlich wollte ich danach noch kurz bei Goody im Stall vorbeifahren, aber ich war einfach zu muede und so habe ich das auf den naechsten Tag vertagt. Meine Tage in Deutschland haben immer sehr gut begonnen, naemlich mit einem leckeren Fruehstueck bei meinen Eltern und meistens war meine Nichte Isabelle auch dabei! Die Tage in Deutschland vergingen wie im Fluge - ich war ja auch vielbeschaeftigt mit IDC und Familie und Freunde besuchen. Im Rahmen des IDC waren wir am Montag am Althaeusser See und mir wurde mal wieder klar wie schoen ich es hier in USA habe - naemlich genau das Gegenteil von deutschen Seen, warmes Wasser und gute Sicht! Hier im Althaeusser See war es eher trueb und ich bin froh, dass ich einen Trocki habe, aber wenigstens hatte ich mit dem Wetter sehr viel Glueck, es war zwar kalt, aber sonnig. Der letzte Tag vom IDC war am Donnerstag und somit hab ich den Freitag zum Pferdetag gemacht. Der urspruengliche Plan war, gleich fruehmorgens zu Anja nach Zweibruecken zu fahren, aber Anja ist nicht da, sondern hat erst am Nachmittag Zeit. So bringt mich mein Autochen zuerst nach Sternenfels zur Goody. Mit ihr mache ich einen schoenen Waldspaziergang. Ich hab naemlich leider keinen Stallschluessel und in dieser Herrgottsfruehe ist noch niemand da. Es ist aber ueberhaupt nicht schlimm, denn ich muss nicht immer geritten sein ausserdem ist mein Spaziergang sehr schoen. Im Wald ist es noch etwas neblig und die Sonne geht langsam auf und das ist einfach super schoen, wenn die Sonnenstrahlen auf die buntgefaerbten Blaetter des Waldes scheinen. Nach meinem Spaziergang hab ich die kleine noch etwas auf dem Reitplatz rennen lassen, das hat ihr glaub auch gefallen, vor allem das Waelzen! Gerade als ich gehen wollte kam Jennifer und somit habe ich noch meinen Kaffee bekommen! Wir haben noch ein bisschen gelabert und dann hab ich mich wieder auf den Weg gemacht. Unterwegs war ich noch kurz beim Loesdau und habe mir neue Reitstiefeletten gekauft. Meine sind naemlich kaputt und da ich am Samstag eine Reitstunde habe, ist dies ganz praktisch. Am Nachmittag bin ich dann Richtung Zweibruecken losgefahren. Hmmm, es war schrecklich, also nur die Fahrt! Freitag nachmittag sind Deutschland's Strassen glaub immer dicht und ich bin sowas nicht mehr gewoehnt. Bin dann gerade so mit Einbruch der Dunkelheit in Zweibruecken angekommen. Das war eine Wiedersehensfreude! Als erstes hab ich natuerlich meine liebe Anja begruesst und dann den Tolli. Man hat deutlich gesehen, dass er auf der Koppel war und dort auch Spass hatte. Die Dreckspuren im Gesicht haben ihn verraten. Es geht ihm gut! Leider konnte ich auch ihn nicht reiten, denn bei Anja hat im Sommer jemand die Reithalle angezuendet und diese ist bis jetzt noch nicht wieder aufgebaut! So ein Idiot! Zum Glueck sind keine Tiere oder auch Menschen verletzt worden, das haette aber leicht passieren koennen, denn angrenzend an die Reithalle ist der Schulstall. Ich verstehe das nicht, wie jemand so etwas tun kann. Auf jeden Fall steht der Schulstall, jedoch die Halle ist komplett weg, bis auf den ersten Traeger. Anja muss nun an diesen Traeger anbauen! Es waere viel einfacher und wahrscheinlich auch kostenguenstiger das Ding komplett abzureissen und dann neu aufzubauen, aber wenn die Versicherung es so will kann man leider nichts dran aendern! Mir tut Anja auf jeden Fall total leid, weil das ganze nicht so einfach ist. Der Smedji hat sich auch total gefreut, seine "Tante" wiederzusehen. Aber Anja und ich gehen heute ausser Haus essen, so dass wir auch Zeit fuer uns haben. Hierueber freue ich mich sehr, denn sonst hat man es kaum geschafft Anja vom Hof zu locken, weil sie immer geschufftet hat. Wir haben einen schoenen Abend verbracht nur leider verging die Zeit wie im Fluge und ich musste ja auch noch zurueck nach Stuttgart fahren. Der Samstag war dann meiner Familie gewidmet. Mama hat leckere Maultaschen und Kartoffelsalat gekocht und so kam Andrea mit ihren Kinder und auch Elke und Isabelle waren da. Zum Nachtisch gab es noch leckeren Erdbeerquark. Hier habe ich mal wieder festgestellt, dass ich das schwaebische Essen schon vermisse. Naja, ich koennte mir ja selbst Maultaschen machen, aber das ist immer so ein grosser Aufwand. Ein grosses Dankeschoen an meine Mama, die extra fuer mich hausgemachte Maultaschen gemacht hat. Am Nachmittag habe ich mich noch mit Ute getroffen - vor einigen Jahren hat sie mir eine Reitstunde bei Manfred geschenkt und irgendwie haben wir es noch nicht geschafft diese einzuloesen - es war immer was, aber es ist ja auch etwas schwierig, da ich 7500km weit weg wohne. Aber nun haben wir es endlich geschafft. Nachdem wir heute Bilderbuchwetter hatten, mal abesehen von der Kaelte, aber die sieht man auf einem Bild ja nicht, konnte ich auf dem Reitplatz reiten. Der Reitplatz hat einen guten Boden und liegt wunderschoen inmitten von Weinbergen. Zu dieser Jahreszeit ist dies natuerlich besonders schoen, weil die Baeume alle bunt sind. Das Schulpferd war gut und ich hatte Spass. Die Reitstunde hat mir auch sehr viel gebracht, denn in USA habe ich eher selten Unterricht und wenn dann nicht so qualifizierten. Besser waere es natuerlich gewesen, wenn ich eins meiner Pferde unterm Hintern gehabt haette, aber man kann nicht alles haben. Am Sonntag war es dann schon wieder vorbei. Es ging wieder nach Hause. Mein Flug war aber wesentlich angenehmer als mein Hinflug, den erstens war kein bruellendes Kind hinter mir und zweitens hatte ich Begleitung, Dagi kommt mich naemlich fuer 2 Wochen besuchen und so haben wir das schon lange geplant, dass wir zusammen fliegen. So gehen die 10 Stunden etwas schneller rum. So nun muss es nur noch klappen, dass wir auch einen Sitzplatz nebeneinander bekommen. Einfach am Schalter sehr freundlich sein und schwupp 10 Minuten spaeter haben wir ein neues Ticket und zwar nebeneinander! Und Dagi hat ihren Fensterplatz und ich habe meinen Gangplatz! Alles bestens! In Atlanta steigen wir aus und Schumi wartet schon auf uns. Jetzt ist es nicht mehr lange... Wir fahren zuerst zu Schumi und dann faehrt Dagi zu mir nach Hause. Schoen, so kann ich mich noch etwas ausruhen. Ein Anruf bei Heidi muss auch noch sein, denn ich brauche fuer den morgigen Tag eine Mitfahrgelegenheit zur Arbeit, damit Dagi nicht zuhause festsitzt.

Sunday, November 6, 2011

Hoehle oder Ozean??? Was ist besser?

In letzter Zeit bin ich richtig verliebt ins Hoehlentauchen, aber der Ozean hat doch auch einiges zu bieten. So verbringe ich das letzte Wochenende im September (ups ich bin wohl etwas hinterher mit schreiben!) Das ist sozusuagen das Saisonabschlusswochenende im Golf von Mexico, denn am 1. Wochenende hab ich Hoehlentauchen geplant und dann bin ich erstmal in Deutschland, dann kommt Dagi und dann ist schon Anfang November (quasi jetzt). Wie immer gehen wir nach Pensacola und uebernachten in Rob's Condo und die Tauchgaenge sind auch mit Easy Diver geplant. Dieses Mal sind wir 7 Taucher (Schumi, Christian, Tanja, Eric, Peter, Michael und meine Wenigkeit) und 2 Nichttaucher (Kerstin und Franziska). Wir haben perfektes Wetter und auch fast keinen Seegang. Gut fuer Tanja, denn sie hat manchmal Probleme mit Seekrankheit. Am Samstag betauchen wir als erstes die Tex Edwards. Die Tex Edwards ist eine Barge und liegt ca. 6,5 Meilen von der Pensacola Bucht entfernt. Tauchtiefe ist 18 - 23 m, sie wurde 1982 hier als kuenstliches Riff versenkt. Hier sieht man auch oft tropische Fische. Ueber wenig Fische koennen wir uns nicht beklagen, denn hier wimmelt es nur so. Wir sehen auch Falterfische, Barrakudas, Froschfische und vieles mehr. Hier hat es mittlerweile auch Rotfeuerfische. Diese Fische sehen zwar toll aus, aber hier im Golf von Mexico sind sie nicht heimisch und verbreiten sich dort ziemlich schnell, weil sie keine natuerlichen Feinde haben. Diese Invasion der Rotfeuerfische ist bereits auch in der Karibik und im Atlantik zu einem grossen Problem geworden. Den zweiten Tauchgang am Samstag haben wir am Tauchplatz Three Coal Barges gemacht. Dieses Wrack liegt in 12 - 15 m Tiefe, optimal geeignet fuer frisch brevetierte OWD Taucher. Im schoenen weissen Sand sieht man oft schoene Muscheln und Sanddollars.
Am Sonntag wollten wir zuerst die USS Massachusetts, obwohl dieses Schiff nur in 6 - 9m Tiefe liegt soll es ein toller Tauchgang sein, da es hier sehr fischreich sein soll. Ich kann dies leider nicht beurteilen, da ich noch nie hier getaucht bin. Die USS Massachusetts ist ein Schlachtschiff aus dem 1. Weltkrieg, welches 1972 von der NAVY als Ziel fuer Uebungen verwendet wurde. Am 10. Juni 1993 - dem 100. Jahrestag nach der Inbetriebnahme der USS Massachussetts wurde sie als Tauchspot und kuenstliches Riff deklariert. Um hier zu tauchen, muss aber alles stimmen, denn oft hat es Stroemungen und auch schlechte Sicht. So auch an diesem Sonntag. Jim unser Divemaster kam ohne das Boot festzumachen wieder hoch und meinte, dass es nur ca. 3-5 Meter Sicht haette, das ist uns zu schlecht, so haben wir uns entschieden woanders hinzufahren. Das neue Ziel heisst San Pablo, ein Frachtschiff. Das Schiff hatte drei Decks und einem Rumpf aus Stahl. Es ist Länge betrug 315 Meter. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die San Pablo im Besitz mittelamerikanischen Kaufleute und wurde vor allem zum Obsttransport zwischen karibischen Haefen genutzt. Wie alle anderen Handelsschiffe wurde die San Pablo ein Ziel für die deutsche U-Boote, die den Handel weltweit zu zerstoeren versuchten. Im Mai 1942 feuerte ein deutsches U-Boot auf die San Pablo in der Naehe des Yucatan Kanals. Da es ein Handelsschiff war, war es unbewaffnet und sie konnten sich nach Puerto Limon in Costa Rica retten. Kurz darauf wurde das Schiff dann beim Entladen von einem deutschen U-Boot versenkt und die gesamte Besatzung getoetet. Die Masten und Aufbauten blieben ueber Wasser. 1943 wurde das Schiff gehoben und nach Tampa geschleppt um dort repariert zu werden, dort wurde sie aber zum Totalschaden deklariert und dann weiter nach Panama City geschleppt um sie fuer Schiessuebungen zu verwenden. Spaeter hat man dann gemerkt dass das Schiff eine Gefahr fuer die Navigation ist und es wurde zerstoert. Die Wrackteile mit einem noch intakten Kessel und Heck liegen heute 10 Meilen vor Pensacola. Die San Pablo ist hier auch als Russian Freighter bekannt, aber keiner weiss woher dieser Spitzname kommt. Hier haben wir 2 schoene Tauchgaenge gemacht, jedoch der Abschluss des 2. Tauchgangs war fuer mich das Highlight. Der Tauchgang war mal wieder ziemlich kurz, da der Luftverbrauch meines Buddys Christian ziemlich hoch war. Christian ist dann als erstes auf's Boot und waehrend ich grad meine Flossen ausziehe, erzaehlt mir Jim der Divemaster, dass ich gerade einen Delphin verpasst haette, der gerade ganz dicht am Boot vorbeigeschwommen ist. Wie aergerlich! Gerade als ich meine Flossen aus hatte, taucht der Delphin ein paar Meter hinter mir auf.... Schnell die Flossen wieder an und einen halben Meter abtauchen und siehe da, da kommt der Delphin auf mich zugeschwommen, ich bin ganz aufgeregt.... das ist ja soooo toll! Der Delphin kam bis auf ca. 1-1,5 m zu mir her und ist dann mit einem Affenzahn in die Tiefe verschwunden, obwohl ich mich gar nicht bewegt habe. Ach ich hatte gehofft, dass er mich beruehrt, aber er ist noch ein paar mal um mich rumgeschwommen und dann abgezogen. Das war ein einmaliges Erlebnis! Nur leider hatte ich die Kamera schon auf'm Boot. So ein Mist! Und nun war es auch schon wieder vorbei! Aber ich hatte mit diesem Erlebnis einen genialen Abschluss des Wochenendes und der Tauchsaison im Golf von Mexico... Da freu ich mich doch schon auf's naechste Jahr!
Aber zuerst freue ich mich auf das kommende Wochenende, denn da bin ich mit Max aus Huntsville in Marianna zum Hoehlentauchen im Merritt's Mill Pond! Wir haben uns dieses Mal den Trailer von Ed gemietet - mal sehen was dieser zu bieten hat. Freitag spaet in der Nacht kommen wir an und beziehen unsere Zimmer. Es ist sehr praktisch, dass der Trailer nur einen Steinwurf von Caveadventures entfernt ist und so lassen wir am Morgen schnell unsere Flaschen fuellen, bzw. nur noch was oben drauf machen, damit sie auch richtig voll sind. Und dann kann es auch schon losgehen. Am Samstag steht Jackson Blue auf dem Programm. Der erste Tauchgang dauert 72 Minuten und 30 m tief. Wir tauchen entlang der Goldline, den Chimney runter und dann an der Gabelung tauchen wir nach links weiter. Insgesamt sind wir 1100 Fuss in der Hoehle als wir umdrehen. Der Rueckweg war total cool, denn wir konnten uns einfach treiben lassen. Da Jackson Blue ja einen Quelle ist somit hat es auch eine Stroemung. Jedoch ist diese Stroemung zur Zeit sehr gering und auch der Wasserspiegel ist niedrig, so dass es im Cavernbereich viele Luftblasen hat. Wir probieren aus, ob man hier den ganzen Kopf aus dem Wasser strecken kann und jawoll, es ist so gross, dass wir den Kopf rausstrecken koennen. Coole Sache ist das. Der zweite Tauchgang ist aehnlich, an der Gabelung gehen wir jedoch nach rechts weg. Dieses Mal treten wir nach ca. 1200 Fuss den Rueckweg an und am Ende waren wir fast 80 Minuten unter Wasser. Mit dem verbleibenden Rest in unseren Flaschen machen wir noch einen ca. 40 - minuetigen Fototauchgang. Leider habe ich immer noch kein richtiges Licht, so dass wir nur im vorderen Bereich der Hoehle bleiben und nicht den Kamin runter gehen. Hier gibt es aber auch allerlei zu sehen. Wir entdecken auch ein Fossil und irgendwelche Dinge fuer Experimente. Nach diesem Tauchgang bringen wir die Flaschen bei Ed vorbei und dann ab unter die Dusche und wir starten einen Versuch im Madison's was zu essen. Dieses Restaurant hatte letzes Mal gerade vor unserer Nase geschlossen,... mangels Kundschaft - und wegen 2 Personen wollten sie nicht wieder oeffnen. Aber dieses Mal hatten wir Glueck, sie hatten offen und wir haben uns an die Bar gesetzt, da wir das Footballspiel Alabama gegen die Florida Gators anschauen wollten. Wir sind beide Alabama Fans und waren somit in Florida die Minderheit. Aber Bama hat gewonnen und zwar sehr souveraen. 38 -10! Roll Tide! Am Anfang haben wir zwar etwas geschwaechelt, aber ab dem 2. Quarter war das Team wieder voll in Form. Fuer den Sonntag haben wir uns ein Boot ausgeliehen und sind zur Hoehle Hole in the Wall gefahren. Diese Hoehle hat einen schmalen Eingang und vom Boot aus muss man erst durch etwas Entengruetze schwimmen. Igitt, aber wir koennen ja gleich abtauchen und somit ist das nicht ganz so schlimm. Der Eingang der Hoehle war gut zu erkennen, denn da immer wieder unsere Luftblasen hochkamen hat dies die Entengruetze beseitigt! Nach dem schmalen Eingang geht es einen grossen Kamin runter auf ca. 23 m und dann kann man sich entscheiden entweder upstream oder downstream zu gehen, also "flussaufwaerts" oder "flussabwaerts" zu gehen. Wir haben einen Tauchgang downstream gemacht und den naechsten dann upstream. In dieser Hoehle findet man auch Salamander. Die sehen total cool aus. Wir sehen auch einige Welse, die in Bodennaehe rumschwimmen und immer wieder den Boden beruehren und es aufwuehlen. Die sollten mal richtig tarieren lernen, damit sie nicht die Sicht in der Hoehle zerstoeren. Lach! So und nun ist es auch schon wieder vorbei und wir muessen uns auf den Heimweg machen. Aber vorher fahren wir noch gemuetlich einmal runter nach Jackson Blue, den schliesslich bin ich ja Schwabe und jede Minute wo wir das Boot gemietet haben muss ausgenutzt werden! So und was finde ich nun besser zum Tauchen, Hoehle oder Ozean? Hmmmm, das ist eine schwierige Frage.... aber ich glaube ich find beides toll und ein bisschen Abwechslung kann ja auch nicht schaden!

Thursday, October 13, 2011

Eine weisse und eine Salatschleife!

Nun ist es endlich soweit, ich gehe mit Imladris auf ein Turnier. Wir haben jetzt den ganzen Sommer lang trainiert. Naja, manchmal konnten wir aufgrund von starker Hitze nicht so viel trainieren, wie ich eigentlich wollte. Damit ich nicht hinreiten muss, habe ich von meiner Nachbarin den Anhaenger ausgeliehen bekommen, aber das war so ein kleiner Akt! Mein Adapterkabel hat nicht gepasst und sie hatte keins, also bin ich am Tag vor dem Turnier noch schnell in der Auto Zone vorbeigefahren und habe mir einen anderen Adapter besorgt. Diesen habe ich angeschlossen und wollte dann den Anhaenger zu Jill bringen. Tja, so einfach war das nicht, denn irgendwie hat der Anhaenger ploetzlich gebremst. Aha, das ist also die Anhaengerbremse von der meine Nachbarin immer gefaselt hat. Was tun? Mit Adapter und funktionierenden Blinkern und Lichtern konnte ich nicht fahren, weil die Anhaengerbremse zu gemacht hat, ohne Adapter hatte ich keine Blinker, kein Bremslicht und nichts. Also kauf ich den Adapter und lasse Jill's Mann danach schauen, ob er es irgendwie hinbekommt. Die Strecke von Birmingham nach McCalla fahre ich eben ohne Elektrik am Anhaenger. Ein bisschen unwohl ist mir schon, aber es ist alles gutgegangen. Und Joe konnte es auch richten, einfach das Kabel fuer die Anhaengerbremse abklemmen und schon hat alles funktioniert, ausser die Anhaengerbremse eben, aber meine Bremse vom Fahrzeug kann diesen Anhaenger schon ausbremsen. Nachdem der Anhaenger endlich fahrtuechtig war habe ich noch Sattel, Trense usw. auf Hochglanz poliert und am naechsten Morgen dann noch das Pferd! In Rolling Hills angekommen habe ich erstmal meine Startnummer geholt und dann kam der spannende Moment - Imladris ausladen. Er schnaubt und blaest erstmal, weil alles neu und unbekannt ist, aber im Grossen und Ganzen ist er eigentlich brav und anstaendig. Nochmals die letzten Staubkoernchen vom Pferd wischen, Sattel und Trense drauf und schon sitze ich auf ihm. Ich merke, dass er schon ziemlich angespannt ist. Hier ist ja auch alles neu und unbekannt. Und so viele Dinge die einen kleinen fuchsfarbenen Araber fressen koennten. Es koennte aber schlimmer sein. Ganz ehrlich, ich hatte erwartet, dass er erstmal ausflippt. Auf dem Turnierplatz gab es natuerlich auch sehr viel zu schauen. Vor allem an der einen langen Seite da konnte man zum Springplatz rueber schauen und dort ist es viel interessanter als auf dem Dressurplatz, also schaut Ladris immer wieder rueber. Dies macht sich natuerlich in meiner Wertnote negativ bemerkbar, aber am Ende des Tages bin ich trotzdem sehr sehr zufrieden. Wir haben eine Salatschleife und eine weisse Schleife gewonnen. Die Salatschleife war fuer den 6. Platz und die weisse Schleife ist hier in USA leider nicht der 3. , sondern nur der 4. Platz. Trotzdem ist es sehr gut und ich bin ganz stoll auf den kleinen Imladris. Muss immer noch daran zurueckdenken, wie er mich am Anfang runtergebockt hat. Das naechste Turnier in der Gegend ist leider genau zu dem Zeitpunkt wo ich gerade in Deutschland bin. Aber ich bin ja noch ein Weilchen hier, also werd ich noch mehrere Turniere reiten koennen.

Wednesday, September 21, 2011

Offizielles Ende des Sommers und Beginn der Footballsaison!

Mit dem Labordaywochenende - welches immer das erste Wochenende im September ist, da Labor day immer der erste Montag im September ist - ist hier in USA der Sommer offiziell beendet. Normalerweise bin ich an langen Wochenenden meistens irgendwo unterwegs - entweder zum Tauchen oder zum Reiten. Dieses Mal aber nicht! Lauree und ich hatten schon seit laengerem geplant mit den Zwillingen in den Zoo zu gehen und das stand fuer Samstag morgen auf dem Programm. Da am Samstag auch das erste Heimspiel von Alabama ist, haben wir das Auto dementsprechend geschmueckt! Sogar das Nummernschild haben wir durch ein A-Girl Schild ausgewechselt. Ja man darf hier temporaer auch ohne ein Kennzeichen herumfahren - obwohl ich eigentlich gar nicht ohne Kennzeichen herumfahre. Ich habe ein temporaeres hinter der Heckscheibe kleben. Man muss hier jaehrlich den "Tag" erneuern - vergleichbar mit KFZ-Steuer bezahlen, nur dass man hier eben einen neuen Jahreskleber fuer das Nummernschild bekommt. Ich bin hier im August dran und das war eine tolle Gelegenheit mein Nummernschild zu wechseln. Ich habe jetzt das "Protect the Environment" genommen. Hiervon geht ein Teil des bezahlten Geldes zugunsten der "Wiederherstellung" des Golf von Mexicos - da war doch was! Ach ja letztes Jahr im April war der grosse Deepwater Horizon Oilspill von BP. Auch wenn man fast nichts mehr sieht (gute Reinigung, damit die Touristen kommen) die Umweltverschmutzung ist noch immens! Bei den Sonderkennzeichen hat man 6 Zeichen zur Verfuegung und so habe ich CVEDVR genommen! Hmmm, was das wohl heisst! Es hat schon mancher geraetselt und so lasse ich Euch erstmal auch herumraten. Als wir dann endlich die Kids im Auto hatten, die Hunde im Zwinger ging es los in Richtung Zoo! Kathryn und Connor waren schon ganz aufgeregt und ganz ehrlich Lauree und ich auch! Denn dieses Wochenende gab es eine Attraktion im Birmingham Zoo! Es gab naemlich dieses Jahr Loewenbabies und diese sind ab diesem Wochenende zum ersten Mal in ihrem richtigen Gehege und fuer die Oeffentlichkeit sichtbar! Ich waere am liebsten gleich zu den Loewen gegangen, aber die Kids hatten andere Prioritaeten! Diese waren mit dem Zueglein zu fahren. Der Zug geht durch den ganzen Zoo, aber leider sieht man sehr wenig Tiere - fast nur Gebaeude von hinten, aber das war den Kids egal sie hatten ihren Heidenspass dabei und danach durfte jeder auch nochmal an der grossen Glocke laeuten. Vom Zug sind wir in Richtung "Trails of Africa" gegangen. Die Dickhaeuter fand ich sehr interessant, denn wenn man Elephanten im Zoo sieht sind diese meistens ohne Stosszaehne. Diese hier haben ihre Stosszaehne noch - und was fuer grosse! Sieht irgendwie ganz schoen gefaehrlich aus. Der Birmingham Zoo ist einer der wenigen Zoos, die mehrere maennliche Elefanten hat. Das ist aber auch manchmal ein Problem, denn es muss ganz sichergestellt sein, dass 2 maennliche Elefanten sich nicht zu nahe kommen, sonst gibt es ein kleines Kaempfchen! Weiter ging es vorbei an den Giraffen, Zebras, und noch vielen weiteren Tieren... und endlich kam es in Sichtweite, das Loewengehege. Und da liegen sie faul rum - die komplette Royal Family! Der Papaloewe macht grad ein Nickerchen und Mamaloewe mitsamt Babyloewen beobachten die Zoobesucher! Ach die kleinen sind ja sooooo goldig, am liebsten wuerde ich sie knuddeln. Eigentlich haben wir erst den halben Zoo gesehen, aber es ist soooo heiss! So bekommen die Zwillinge zum kroenenden Abschluss noch eine Karusellfahrt und sie duerfen im Fontaenenpark herumspringen. Connor wollte sich schon nackig ausziehen, weil er das zuhause vom rumplanschen so gewoehnt ist... Wir konnten es gerade noch verhindern, er hat aber nicht wirklich verstanden warum er nun mit Kleidung hier planschen darf. Auch hier hatten die beiden wieder einen Heidenspass! Ich glaube das ist ein Tag den sie nicht so schnell vergessen. Nach dem Planschen haben wir uns dann noch kurz ins Reptilienhaus begeben, denn Connor wollte unbedingt die Schlangen sehen. Ich hab dieses Jahr eigentlich genuegend Schlangen gesehen - alle in freier Wildbahn, eine Copperhead, Diamondback Rattlesnake, Water Moccasins,... Mir reicht's. Nach den Schlangen sind wir dann zu mir gefahren, denn der unvergessliche Tag fuer die Zwillinge ist noch nicht vorbei - wir gehen noch in meinem Pool planschen. Gerade als wir in meine Neighborhood einbiegen schreibt Max eine SMS, ob ich zu Hause bin, er war in meinem Backyard Mudhole (Blue Water Park) Tauchen und wollte nur kurz Hallo sagen. Aber wie praktisch ist dass denn?! Lauree und ich legen uns erstmal in den Pool und Max spannen wir gleich ein um die Wuerstchen zu grillen! Die Kids interessieren sich erstmal nicht fuer den Pool sondern eher fuer meine etwas laedierte Hundehuette. Nach so vielen Tiereindruecken spielen sie nun, dass sie ein Hund waeren. Wir haben fuer die beiden zum besseren Einstieg in den Pool mein letztjaehriger Fehlkauf eine Poolleiter aufgebaut. Also war es doch nicht so unnuetz wie ich dachte. Zuerst hat uns Connor mal einen halben Herzinfarkt beschert, denn er macht einen Kopfsprung von der obersten Treppe in den nicht wirlich tiefen Pool. Gott sei Dank taucht er nicht ins Wasser ein sondern macht einen Bauchpflatscher! Wir planschen bis in den spaeten Nachmittag und dann muss Lauree langsam ans heimgehen denken. Es war ein schoener Tag und ich glaube die Zwillinge werden das nicht so schnell vergessen. So haben sie naechste Woche in der Schule, bzw. Kindergarten was zu erzaehlen. Die Erwachsenen haben auch einen kroenenden Abschluss des Tages erhalten. Unsere Mannschaft Alabama hat 48:7 gewonnen! ROLL TIDE! Am Sonntag hat sich das Wetter auch der allgemeinen Regel, dass mit dem Laborday der Sommer beendet ist angepasst. Es kamen naemlich die ersten Auslaeufer des Hurrikans Lee an. Lee soll sich bis er voll ganz ankommt ziemlich abgeschwaecht haben und nur noch als tropischer Sturm hier durchziehen. Trotzdem bringt er Kaelte und viel Regen! Am Laborday war Lee dann wirklich da! Es hat den ganzen Tag geregnet und gewindet und es hat ganz schoen abgekuehlt! Wir hatten ganz schoenes Glueck, dass wir den Zootag auf Samstag geplant hatten. An Laborday ist nicht nur Lee gekommen, sondern auch eine Besucherin Kate und ihr Mann Thad. Die beiden waren schon am Strand und bleiben ein paar Tage hier bevor sie wieder zurueck nach Deutschland fliegen. Vielleicht haben die beiden auch das kalte Wetter mitgebracht. Was Lee wirklich alles angerichtet hat, erfahre ich am naechsten Tag aus der Zeitung. Mein Wetterradio hat zwar den lieben langen Tag Alarm geschlagen, aber in meiner Wohngegend war nichts, nicht mal Stromausfall, was mich eigentlich gewundert hat. Hier faellt der Strom normalerweise bei jeder kleinsten Windboe aus! Hmmm. Als Heidi dann am Dienstag morgen erzaehlt hat, dass sie 14 Stunden keinen Strom hatte, wusste ich dass ich Glueck hatte, denn Heidi wohnt ja weniger als eine Meile von mir entfernt. In Birmingham gab es auch einige heftige Ueberschwemmungen, obwohl in den Abwasserkanaelen teilweise kleine Kinder verschwinden koennen, die Unmengen an Regen, die Lee uns beschert hat, konnten diese nicht mehr verarbeiten! Ich hoffe bloss, dass es bald wieder warm wird! Ich finde es zwar ok, dass der Sommer mit dem Laborday offiziell beendet ist, jedoch muss das Wetter sich doch daran nicht halten!

Saturday, September 17, 2011

Jaehrliches Sommerfest mit Tauchertaufe!

Wie jedes Jahr findet auch im Jahr 2011 das Sommerfest der Garagentauchschule Moni mit Tauchertaufe statt. Hierzu habe ich aus dem hintersten Eck meines Schrankes meinen Pool wieder rausgekramt und aufgebaut. Denn was waere eine Tauchertaufe ohne Wasser?! Der Sommer ist eigentlich schon fast vorbei, aber bei meiner letztjaehrigen Erfahrung ist es besser den Pool nicht so frueh aufzustellen, ansonsten muss ich wieder mit der Produktion uebergrosser Eiswuerfel beginnen um die Wassertemperatur von kochend heiss auf heiss herunterzukuehlen. Bis Ende Oktober werd ich ihn auf jeden Fall stehen lassen, damit meine Besucherin Dagi ihn auch noch benutzen kann. Mir persoenlich waere es da zwar schon etwas zu kalt, aber wenn man aus Deutschland kommt, ist man anscheinend mehr abgehaertet! Um uns auch richtig auf die Tauchertaufe einzustimmen, haben wir uns am Vormittag noch im "Mudhole meines Backyards" zum Tauchen getroffen. Seit Max den Blue Water Park in Pelham so genannt hat, ist das hier so die allgemeine Benennung. Christian hat noch die letzten beiden Tauchgaenge fuer seinen OWD erfolgreich abgeschlossen und abends um 5 Uhr ging es dann los. Gemuetliches Beisammensein, Grillen und natuerlich die Tauchertaufe. Hierauf freuen sich immer besonders die erfahrenen Taucher, denn es dient auch zur allgemeinen Belustigung. Um nochmals die Wassertauglichkeit zu beweisen mussten die beiden 500 Runden im Pool schnorcheln. Irgendwie gut, dass es nicht so viele neue Taucher waren, denn sonst waere der Pool vielleicht ein klein wenig ueberfuellt gewesen. Nachdem die beiden auch super geschnorchelt sind, durften sie auch schon vor Beendigung der 500 Runden aufhoeren, aber auf jeden Fall musste so lange geschnorchelt werden, damit sie nicht mitbekommen was hier im Hintergrund gerade ablaeuft. Waehrend die beiden geschnorchelt sind hat meine Divemasterin in Ausbildung die ehrenvolle Aufgabe das Gebraeu aus Jaegermeister und Red Bull fuer die Taucherfrischlinge zu mixen und dieses den beiden auch nachher einzufloessen. Fuer diesen Zweck hat sie auch ihre alten Schnorchel mitgebracht! Die neumodischen Schnorchel sind naemlich hierfuer nicht zu gebrauchen, da laeuft es naemlich unten wieder raus. Beide haben ihre Aufgaben mit Bravour gemeistert - und ich glaube Peter hat das Gebraeu auch geschmeckt, denn er konnte gar nicht genug kriegen. Danach haben wir uns dann ueber das Gegrillte und die Salate hergemacht. Es war ein gelungener Abend und die letzten Gaeste sind glaub so gegen Mitternacht gegangen. Ich hoffe es hat allen so gut gefallen wie mir... Die Tauchertaufe war aber nicht das einzige was an diesem letzten Augustwochenende gefeiert wurde. Meine Maedels haben auch Geburtstag - 1 Jahr sind sie schon alt! Und hierfuer gab es natuerlich auch eine kleine Zeremonie bessergesagt einen kleinen Knochen. Ich glaube, falls es noch Dinosaurier gegeben haben sollte, dann sind diese jetzt voll ausgerottet. Denn diese Knochen koennten durchaus von einem Dinosaurier stammen. Auf jeden Fall haben die beiden erstmal gar nicht gewusst was mit dem Ding anzufangen, aber es riecht ja soooo lecker.... Also haben sie dann doch mal versucht reinzubeissen und dann wurde fleissig genagt, bis in die spaete Nacht hinein. Mal sehen wie lange sie brauchen um den ganzen Knochen zu vertilgen...

Monday, September 12, 2011

Ein langer heisser Sommer!

Dieses Jahr ist es extreme heiss in Alabama. Sogar schon soooo heiss, dass ich mich ueber Abkuehlung freuen wuerde. Ich kann es gar nicht glauben, dass ich das sage! Aber wochen- bzw. monatelange Hitzeperioden ueber 40 Grad Celsius ist selbst mir zu heiss. Reiten war fast gar nicht moeglich, entweder ganz frueh oder ganz spaet abends. Ich hab mich meistens fuer die Nichtreitenvariante entschieden und habe das Pferd nur geputzt oder abgespritzt. Als ich dann mal eines morgens etwas reiten wollte hat Game mich angeschaut als ob sie mir sagen moechte: „Wie bitte??? Reiten?? Bei der Hitze – Du spinnst wohl!“ Denn auch morgens hatte es schon 30 Grad! Imladris habe ich regelmaessig geritten, da ich mit ihm Mitte September auf ein Turnier moechte und so ganz ohne Training waere das auch irgendwie nichts. Trotzdem ist das Training nicht ganz so intensiv wie ich es mir eigentlich gewuenscht haette. Hmmm, leider kann man daran nichts aendern. Meinen beiden Maedels ist es auch heiss und tagsueber sind sie im Zwinger, aber wenn ich abends heimkomme, dann gehen sie erstmal rein und legen sich auf den Boden, sie lieben das klimatisierte. Obwohl sie draussen Schatten, viel Wasser und auch einen eigenen Ventilator haben. Welcher Hund hat schon den Luxus einen Ventilator zu haben??? Draussen lieben sie es unter meinem butterfly bush (auf deutsch glaub: Sommerflieder) ein kleines Loch zu buddeln und sich da rein zulegen.
Bei so einer Hitze ist es am besten ins kuehle Nass zu springen! Und genau das hab ich auch gemacht, wir waren mal wieder mit Easy Diver in Pensacola zum Tauchen unterwegs. Wie immer ging es Freitags nach der Arbeit los und wir haben uns im Condo von Rob getroffen. Zimmer beziehen und noch gemuetlich den Abend bei einem Bierchen ausklingen lassen. Dieses Mal waren wir 6 Taucher und nur ein Nichttaucher. Geplant war am Samstag einen Tauchplatz um die 20 m zu machen und am Sonntag dann etwas weiter rauszufahren und dann einen Tauchplatz auf ca. 30 m Tiefe zu betauchen, aber die Quallen haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am ersten Tauchplatz sehen wir schon an der Oberflaeche einige Quallen rumschwimmen, und der Divemaster kommt auch wieder nach oben ohne das Boot am Wrack befestigt zu haben. Auf ca. 6-7 m war wohl eine Quallenschicht, so viele, dass er gemeint hat er waere schon am Grund und um da durchzukommen haette er die Viecher wegschieben muessen. Also was tun? Wir fahren weiter raus und betauchen die Pete Tide II – Ein Oil field supply boat, 180 Fuss lang, Tauchtiefe am Grund ist ca. 30 m. Wir sind 3 Buddy Teams, Eric und Helmut, Tanja mit ihrem Mann und ich tauche mit Peter, da er noch am unerfahrensten ist. Rob taucht mit uns gemeinsam ab, denn ich bin mir nicht ganz sicher ob ich ueberhaupt Druckausgleich machen kann, da ich noch eine Ohrenentzuendung habe die gerade am abklingen ist. Aber es ging! Yippie! Notfalls waere ich eben wieder aufgetaucht und Rob haette mit Peter den Tauchgang gemacht. Wir sehen viel Fischschwareme, einige Barrakudas, ein paar Quallen hat es auch aber nicht in der Tiefe – nur ab so ca. 6m… Eine von denen beruehrt Peter am Hals beim Sicherheitsstop, wir haben leider keinen Essig an Bord, der wurde bei der letzten Tauchausfahrt aufgebraucht… und so musste Peter das Brennen ertragen. Tapfer, tapfer! Am Abend sind wir wie immer in McGuire’s zum Essen gegangen. Wir mussten heute ueber eine Stunde warten, aber es hat sich gelohnt, denn das Essen hier ist wirklich lecker und vor allem das Getraenk Irish Wake! Keine Ahnung was in dem Gesoeff alles drin ist, auf jeden Fall ist es sehr lecker und ich lass mich heute chauffieren, daher kann ich auch was trinken. Am Sonntag morgen treffen wir uns wieder um halb neun an der Marina und fahren heute gleich weiter raus, zur Navy Dive Tender YTD 14. Mein Buddy ist wieder Peter und wir tauchen ab, beim ersten Tauchgang sehen wir gleich einen Oktopus. Der sitzt in einem Loch des Wracks und guckt raus. Wie suess! Keiner der anderen hat den Oktopus gesehen, so zeige ich ihn Jim als wir zum 2. Mal abgetaucht sind. Dieses Mal tauchen wir an der Aussenseite des Wracks entlang und ich sehe einige Oktopusse! Alle unter dem Wrack versteckt, aber ich finde sie trotzdem! Etwas weiter weg vom Wrack im Sand liegt ein Rochen, den zeige ich meinem Buddy und auch Tanja, da die beiden grad in der Naehe sind. Dem Rochen wird es zu bunt mit den vielen Tauchern um ihn rum und er schwimmt davon. Peter will ihm hinterher und ich muss ihn zurueckpfeifen… So tauchen wir noch ein bisschen am Wrack rum und Peter’s Nullzeit neigt sich dem Ende zu (ich hab Nitrox und koennte noch laenger bleiben). So begeben wir uns in Richtung Seil. Peter ist schon am Seil und ich will grad mit dem Aufstieg beginnen, da zieht mich jemand an der Flosse! Das hasse ich eigentlich, aber in dem Moment war ich froh, denn Jim, unser Divemaster sieht einen Bullenhai und zeigt ihn mir, er schwimmt ein paar Meter von uns entfernt ganz friedlich vorbei! Juhuuuuu! Endlich ein Hai! Soooo lange warte ich schon drauf, dass ich endlich mal einen Hai sehe. Der Bullenhai wird bis zu 3,5 m lang und kann 200kg schwer werden. Er gehoert neben dem Weissen Hai und dem Tigerhai zu den Haien, die fuer die meisten Haiangriffe verantwortlich sind. Einige Experten glauben sogar, dass viele dem Weissen Hai zugeschriebenen Angriffe auf die Menschen von Bullenhaien gemacht wurden, wegen des aehnlichen Aussehens. Also ich fand er sah nicht gefaehrlich aus, er ist ganz friedlich an uns vorbeigeschwommen. Hoffentlich seh ich bald mal wieder einen, denn wie immer hatte ich die Kamera nicht dabei! Peter hat den Hai nicht gesehen, aber er hatte bei diesem Tauchgang schon den Rochen als Highlight! Ausserdem waren waehrend der Oberflaechenpause mal wieder Delphine da. Leider ein bisschen zu weit weg vom Boot, so dass wir nicht mit ihnen schnorcheln konnten. Am selben Wochenende waren meine Tauchkumpels aus Panama City auch draussen und die hatten ein geniales Erlebnis, denn die Delphine sind direkt ans Boot gekommen und alle Taucher durften ins Wasser mit ihnen. Mein Lieblingskapitaen aus PCB hat mir Bilder geschickt. Da koennte ich ich fast neidisch werden, aber ich hatte dieses Mal einen Bullenhai und fuer mich persoenlich ist das ein tolleres Erlebnis, denn Delphine sehe ich fast jedes Mal hier im Golf von Mexico.













Tuesday, September 6, 2011

Hinab in die dunkle Hoehle...

Jetzt ist es endlich soweit, ich habe einen Termin gefunden an dem ich meine Hoehlentauchzertifizierung fertig machen kann. Max aus Huntsville ist auch in meinem Kurs und da wir wieder nach Marianna, FL gehen und Birmingham auf seinem Weg liegt, lasse ich mich abholen und chauffieren. Donnerstag gegen die Mittagszeit geht es los, so dass wir am Abend noch unser Exam machen koennen. Aber wie immer kommt es anders als man denkt. Bei Jeff unserem Instructor ist noch etwas familaeres dazwischen gekommen, so haben wir uns in einem Hardee's getroffen (hmmmm Hardee's sind meine Lieblingsfastfoodburger, nur schade dass Max und ich vor hatten spaeter gemuetlich etwas essen zu gehen) und den Papierkram erledigt und auch noch ein bisschen Theorie! Fuer Freitag ist geplant die Hoehle Jackson Blue zu betauchen. Jackson Blue befindet sich im Merritt's Mill Pond und ist eine grosse schoene Hoehle mit kristallklarem Wasser. Normalerweise merkt man hier deutlich die Stroemung der Quelle, jedoch war es in Florida ziemlich lange ziemlich trocken und der Wasserspiegel ist sehr gesunken und die Stroemung hat man kaum noch gemerkt. Was mich etwas beunruhigt hat, ist das kuerzlich ein Teil der Decke heruntergebroeckelt ist. Naja, heruntergebroeckelt ist vielleicht etwas untertrieben, die Stuecke die heruntergefallen sind waren so gross wie ein Pickup Truck und genau in der Aerea wo der Chimney (Kamin) ist. Herunterfallende Decke koennte den Ausgang zuschuetten... das waere ueber Wasser schon nicht so von Vorteil und unter Wasser waere man in einer aeusserst unguenstigen Situation. Aber da mein Instructor sich keine Sorgen gemacht hat, hab ich mir auch keine Sorgen mehr gemacht. Es gibt ja noch 2 weitere Ausgaenge - der Horseshoe oder den Youngs Siphon. Wir haben 4 Tauchgaenge gemacht und dabei allerlei Fertigkeiten geuebt. Ohne Luft Situationen, Leine verloren, Buddy verloren, Ausfall des Lichts, Jumps, Circuits, usw.... Es hat Spass gemacht und Max ist ein guter Tauchbuddy! Am 2. Tauchtag sind wir in die Hoehle Twin Caves gegangen. Hierzu haben wir uns ein Pontoonboot ausgeliehen und haben vor der Hoehle an einem kleinen Steg festgemacht. Hier ist alles voller Duck weed (Seegras? so kleines gruenes ekliges Zeugs was an der Oberflaeche schwimmt und wir nach dem Auftauchen alle einen gruenen Tauchanzug hatten). Heute ist Bobby noch mit von der Partie. Bobby ist ein Freund und Tec Taucher bzw. Instructor. Die Twin Caves ist total anders als Jackson Blue. Eher so ein Tunnel, hat irgendwie gewisse Aehnlichkeit mit einem U-Bahn Tunnel - es fehlen nur die Gleise. :-) Hier gibt es auch allerlei Getier, kleine weisse Shrimps, Salamander, Krebse, Fische usw. Aber wir muessen wieder Fertigkeiten ueben und haben nicht so viel Zeit die Hoehle wirklich zu geniessen. Auch hier machen wir wieder 4 Tauchgaenge! Bobby faehrt heute wieder zurueck und Jeff bleibt auch nicht in der Gegend. Jedoch ist heute der Tag der Probleme mit den Trucks. Bobby's Truck will sich nicht oeffnen lassen auch nachdem wir die Batterie der Fernbedienung ausgewechselt hatten. Jeff hatte Probleme beim Starten und so hat er sich in einem Autoladen erstmal kurz eine neue Batterie gekauft. Bobby's Problem hat etwas laenger zum beheben gedauert, aber schliesslich hat er es dann doch geschafft und konnte zurueck nach Georgia fahren. Am Sonntag haben wir uns wieder in aller Herrgottsfruehe bei Ed's getroffen und sind dann zur Hoehle Hole in the Wall mit dem Pontoonboot rausgefahren. Diese Hoehle bietet 2 Moeglichkeiten zum einen den Upstream oder den Downstream zu betauchen. Wir haben heute 2 Tauchgaenge gemacht und sind 1x in den Upstream und einmal in den Downstream gegangen. Diese Hoehle ist auch wieder total anders als die letzten beiden. Der Eingang ist ziemlich schmal und man muss sich hindurchzwaengen jedoch ist die Hoehle selbst eine riesengrosse "Halle". Auch hier mussten wir wieder unsere Fertigkeiten ueben. Zwischen den Tauchgaengen haben wir noch unsere 2 Pruefungen geschrieben. Einmal fuer PADI TecRec Cave Diver und einmal fuer NSS-CDS. Was tut man nicht alles um 2 Kaertchen zu bekommen. Ich weiss noch nicht welche Hoehle von den dreien ich am liebsten mag. Ich glaube Hole in the Wall... aber die anderen beiden sind auch klasse.... Hmmm, ich glaub ich muss bald nochmals hierher kommen und die Hoehlen nochmals genauer inspizieren. Am Ende des Tages hatten wir es beide geschafft - wir wurden zu Hoehlentauchern zertifiziert. Und ich war um viele tolle Erfahrungen und 2 Tauchbrevets reicher und um ein paar Dollars aermer! Aber wie heisst es so schoen, das Geld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer!